OAT // Vortragsmitschnitte

Antisemitismus als Mittel der Politik

22.11.2012

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Ein Vortrag von Gunda Ulbricht (Hatikva e.V.)

Latente antisemitische Vorurteile haben viele Menschen. Problematisch wird es, wenn diese – oder auch deren Bekämpfung – als Mittel der Politik aktiviert werden.Das zeigen einige aktuelle Debatten deutlich. Dennoch ist dieses Phänomen nicht neu, sondern schon seit dem Mittelalter bekannt. Der Vortrag geht dieser politischen Funktion des Antisemitismus an einigen historischen und aktuellen Beispielen, so auch ökonomisch begründetem und israelfeindlichem Antisemitismus, nach und will dafür sensibilisieren, Elemente des Antisemitismus in politischen Debatten zu erkennen und durch Sachargumente zu ersetzen.

Jüdisches Leben und Antisemitismus in der DDR

15.11.2012

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Ein Vortrag von Nora Goldenbogen

Nora Goldenbogen ist Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Dresden und aktiv im Hatikva e.V., einer Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte in Dresden. Sie hält einen Vortrag über Juden und Antisemitismus in der DDR.

Das Ende des Internationalismus

17.02.2011

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Vortrag zum ideologiekritischen Umgang mit nationalen Befreiungsbewegungen, wie der EZLN in Mexiko/Chiapas

In der Veranstaltung soll das Konzept indigener bzw. nationaler Befreiungsbewegungen und der internationale Diskurs darüber am Beispiel Chiapas ideologiekritisch beleuchtet werden. Allerdings stellt sich beim Versuch der Kontextualisierung einer indigenen Bäuer_innenbewegungen auch die Frage, inwiefern Kategorien kritischer Theoriebildung überhaupt sinnvoll auf Organisierungsprozesse in einer subsistenzwirtschaftlichen, quasi vorindustriellen Gesellschaftsform übertragbar sind. Darüber soll dann auch in der anschließenden Diskussion, nach einer schematischen Auseinandersetzung mit Programmen und Inhalten chiapanekischer, „linker“ Bewegungen und deren Entstehungsbedingungen, debattiert werden. Im zweiten Teil wird sich die Referentin mit der Geschichte des Internationalismus auseinandersetzen und aufzeigen, dass nach all den ideologischen Verfehlungen verschiedenster Solibewegungen nicht mehr am Konzept der internationalen Solidarität festgehalten werden kann. Dass Projektionen wie „Revolutionsromantik im Dschungel“ und Globalisierungskritik antiimperialistischer Couleur in emanzipatorischen Kreisen zu Recht längst über Bord geworfen wurden, dürfte nicht zur Debatte stehen. Zu diskutieren sein wird hingegen der gegenläufige Trend, wonach der globalen Realität von Weltmarkt und kapitalistischer Vergesellschaftung vor allem in (post-)antideutschen aber auch in antinationalen Diskursen nur äußerst marginale Bedeutung zukommt. Und sogar die Diskussion um die befreite Gesellschaft kommt anscheinend zunehmend völlig ohne die Frage nach materialistischer & ideologischer Verfasstheit außerhalb der westlichen Hemissphäre aus. Ist Communismus zu cool für den Rest der Welt?

Die Referentin hat ein Jahr lang mit einer indigenen Frauenorganisation in Chiapas gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt gearbeitet und dabei Einblicke in Lebenswelt und politische Organisierung einer der marginalisiertesten Bevölkerungsgruppen Mexikos erhalten. Wieder zurück, fällt der Abgleich der Erfahrungen mit kritischer Theoriebildung und emanzipatorischen Debatten schwer und gibt Anlass für diese diskussionsorientierte Veranstaltung.

Ungarns konservative Revolution

21.10.2011

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Ein Vortrag von Magdalena Masovszky

Magdalena Marsovszky ist freie Kulturwissenschaftlerin und Publizistin. Sie lebt in Budapest und München und ist Vorstandsmitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V.

Bei den Parlamentswahlen im April 2010 konnten die rechtsnationalistische Fidesz und die faschistischen Jobbik enorme Erfolge verbuchen. Seit dem hat Fidesz eine Zweidrittelmehrheit im ungarischen Parlament. Wie es dazu kommen konnte und welche Folgen der Erfolg der Rechten für die ungarische Gesellschaft und vor allem die dort lebenden Roma hat soll in dieser Diskussions- und Vortragsveranstaltung besprochen werden.

Thanks a lot to a.l.i.a.s. Dresden!